Die Lösung im Detail

KI-Störstofferkennung – von der Annotation bis zum Wiegebeleg.

BioBlick verbindet eine sehr große, sauber annotierte Datenbasis mit umfangreicher KI-Softwareentwicklung – das Fundament für eine verlässliche Erkennung von Störstoffen und Bioabfall im Produktivbetrieb, besser als jedes menschliche Auge.

Methodik

Spezifisches KI-Training als Fundament.

Einzelner Störstoff im Bioabfall, mit einem Polygon präzise umrandet

1 · Annotation (Polygon)

Störstoffe und Haufwerk werden mit Vielecken präzise umrandet. Je sauberer die Annotation, desto genauer die spätere Erkennung.

Luftaufnahme von Bioabfall mit zahlreichen als Plastik markierten Störstoffen

2 · Tausende Trainingsdaten

Eine große, spezifische Datenmenge unterschiedlicher Haufwerke und Störstoffe sorgt für robuste Ergebnisse unter realen Bedingungen.

Datenbasis als Fundament

Eine große, saubere Datenbasis ist essenziell.

Auf Basis tausender sorgfältig annotierter Aufnahmen liefert BioBlick eine präzise und reproduzierbare Erkennung – robust auch bei wechselnden Materialien, Lichtverhältnissen und Anlieferungssituationen.

In der Vielfalt liegt die Präzision: je vielfältiger die annotierten Störstoffe, desto treffsicherer das Modell.
Validierung durch Prüfinstitut

Belegt durch unabhängige Sortieranalysen.

Der von der KI ermittelte Flächenstörstoffanteil korreliert mit dem über klassische Sortieranalysen bestimmten Massenanteil.

  • 35 Bioabfallproben (1 m³) in drei Untersuchungskampagnen (Stand 02/2026)
  • Fortlaufende Validierung durch quartalsweise Kampagnen
  • Untersuchungsberichte der auf Anfrage teilbar
QuantifizierungKorrelation: KI-Erkennung zu Sortieranalyse
048121601234567Sortieranalyse [Gew.-%]KI-Erkennung [Flächen-%]
35Proben (1 m³)
3Kampagnen
Probe (KI vs. Sortierung) Regression & Streuband
Nutzeroberfläche

Warenannahme immer im Blick.

Ein klares Übersichts- und Auswertungssystem zeigt direkt den Störstoffgehalt jeder Anlieferung auf einer intuitiven Nutzeroberfläche.

BioBlick-Software auf einem Monitor: Übersicht der Abladelinien mit Live-Kamerabildern von Linie A und Linie B

ERP-Anbindung

Verknüpfbar mit Ihrem bestehenden System.

Wiegeschein-Kopplung

Ausweisung des Fremdstoffanteils auf dem Lieferschein.

Langzeit-Archiv

Anlieferungen speichern und dauerhaft dokumentieren.

Analysen & Auswertungen

Lieferanten- und Qualitätsmonitoring.

Die Quantifizierung jeder Anlieferung eröffnet neue Auswertungen – etwa der durchschnittliche Störstoffanteil je Lieferant über die Zeit. Eine objektive Grundlage für Lieferantengespräche und Verhandlungen.

Störstoffanteil pro Lieferant (Wochen-Ø)Störstoffanteil (%)KW18KW32KW46
Lieferant A Lieferant B
Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Wie genau ist die Erkennung?

Durch tausende spezifische Trainingsbilder von Haufwerken und Störstoffen erreicht das Modell eine sehr hohe Erkennungsgenauigkeit. Seien Sie unbesorgt: Störstoffe werden fast pixelgenau erkannt.

Wie verhält sich Flächen- zu Massenprozent?

Der per KI ermittelte Flächenstörstoffanteil korreliert mit dem über Sortieranalysen bestimmten Massenanteil. Diese Korrelation wurde durch Auswertungen von Sortieranalysen mit über ca. 35 Bioabfallproben bestätigt.

Erfüllt BioBlick die Sichtkontrollpflicht nach §2a BioAbfV?

Ja. BioBlick übernimmt die vorgeschriebene Sichtprüfung und Dokumentation jeder Anlieferung. Der Betrieb an unserer Referenzanlage wurde vom Gewerbeaufsichtsamt bereits als sinnvoll befunden und somit im Sinne der Bioabfallverordnung anerkannt.

Für welche Anlagen eignet sich BioBlick?

Für alle Betriebe, die von der novellierten Bioabfallverordnung betroffen sind – von Kompostwerken bis zu Biogas- und Bioabfallbehandlungsanlagen.

Läuft BioBlick lokal oder in der Cloud?

Vollständig lokal (On-Premise). Die gesamte Verarbeitung läuft in Ihrer Anlage – ohne Cloud-Zwang.

Muss ich die Kameras häufig reinigen?

Kaum. Dank robuster Industrie-Einhausung genügt es in der Regel, die Schutzscheibe alle 6–12 Monate mit Wasser zu reinigen.

Lässt sich BioBlick anbinden?

Ja. Die Ergebnisse sind mit dem ERP-System verknüpfbar, an den Wiegeschein koppelbar und können auf dem Lieferschein ausgewiesen werden. Da das Team der kubion GmbH aus sehr erfahrenen Softwareentwicklern besteht, kann die Software individuell an Ihre IT-Infrastruktur angebunden werden, und auch Zusatzfunktionen lassen sich meist schnell umsetzen.

Ist BioBlick ein Einmalkauf oder ein Abo?

In der Regel handelt es sich um einen Einmalkauf, also eine klassische Anlage ohne Abo. Service und Wartung sind optional. Da der Wartungsaufwand gering ist, bleibt dieser Kostenpunkt sehr überschaubar.

Was kostet BioBlick?

Der Preis richtet sich nach verschiedenen Faktoren, auch nach der Anlagengröße, also der zu überwachenden Fläche. Nach einer gemeinsamen Begehung vor Ort erstellen wir Ihnen gern ein passendes Angebot.

Kann ich die Installation selbst vornehmen und damit Kosten sparen?

Ja. Viele Anlagenbetreiber haben eine eigene Instandhaltung, die die Hardwarevormontage wie Kamerahalterung und Kabelverlegung selbst umsetzen kann. So senken Sie die Projektkosten spürbar, worüber wir uns freuen. Die finale Installation und Kalibrierung der Kameras übernimmt unser Team und ist in der Regel innerhalb eines Tages erledigt.

Wie lange dauert die Einführung?

Nach Installation der Kameras und der Softwareanbindung ist das System in der Regel bereits nach einer Woche einsatzbereit. Projektspezifische Anpassungswünsche sind optional und verlängern je nach Umfang die Einführungsdauer. An der Referenzanlage ist BioBlick seit Juni 2025 im Einsatz.

Sehen Sie BioBlick in Aktion.

Wir zeigen Ihnen die Software und die Erkennung live an unserer Referenzanlage.